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Wissenschaft

Feuer mit Wasser machen
Eingereicht von Pengo am Sonntag, 7 August, 2005 - 11:10

A: »Haste mal Feuer für mich?«
B: »Nein, aber Wasser kannste haben!«

Klingt absurd? Nicht mit Aqueon™ von Heat & Glo. Das Ding macht nämlich Feuer mit Wasser.

Funktionieren tut das ganze so:
Normales Leitungswasser, vorzugsweise aber destilliertes Wasser (H2O), wird dem Gerät über die Leitung oder einem Tank zugeführt. Eine 220 Volt-Einheit im Produkt trennt den Wasserstoff vom Sauerstoff mittels Elektrolyse. Aqueon zündet den Wasserstoff und ta-da: Feuer! Dann wird noch etwas Sauerstoff hinzugefügt, um etwas Farbe und Helligkeit zu bekommen. Der restliche Sauerstoff wird einfach an die Umgebung abgegeben. Man braucht keine Entlüftung, weil bei der Verbrennung keine schädlichen Stoffe wie Kohlenmonoxid entstehen -- sondern nur Wasserdampf.

Geformt ist das ganze Ding wie eine kunstvolle Kerzenflamme, was es noch cooler...äh...heißer macht. :-D

Nun ist die Trennung von H2O in H und O nicht wirklich etwas neues. Dieses Gerät könnte die Technologie jedoch zugänglicher für die Massen machen und hoffentlich zeigen, dass Wasserstoff ein attraktiverer Treibstoff ist als die erdölbasierenden.

Allerdings darf man nicht vergessen, dass bis zum breiteren Einsatz der Brennstoffzellen noch einige Hürden zu nehmen sind. Wie man an diesem Beispiel sieht, ist zur Herauslösung des Wasserstoffs Energie notwendig (hier 220V aus der Steckdose). Eine weitere Herausforderung ist die Speicherung. Denn Wasserstoff ist ein hochreaktives Element, wie man an der Hindenburg-Katastrophe sehen kann. Dann fehlt auch noch die Infrastruktur. Auch das Wasserstoffauto wird nur einen begrenzten Tank haben. Deswegen müssen auch Wasserstofftankstellen gebaut oder herkömmliche Tankstellen umgerüstet werden. Es gibt also noch einiges zu tun. Aber durch die steigenden Erdölpreise rückt die Zukunft immer näher.
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